Kirchen und religiöse Ziele

Bad Griesbach und seine Umgebung bietet vielfältige Ziele, um zur inneren Ruhe und seelischen Erholung zu finden.
Viele Klöster und Kirchen rund um Bad Griesbach sind einen Besuch wert und machen Ihren Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Stadtpfarrkirche Hl. Familie Bad Griesbach

Die Kirche wurde in den Jahren 1911 bis 1913 erbaut und ist die Pfarrkirche der Pfarrei „Zur heiligen Familie“ in Bad Griesbach. Das große neobarocke Gebäude in der Bauform einer Basilika ist mit dem Chor nach Nordwesten ausgerichtet. Es hat ein hohes, lichtes Hauptschiff und zwei niedrige Seitenschiffe und bietet etwa 500 Sitzplätze. Am südlichen Ende des Kirchenschiffes erhebt sich an der Westseite der 56 Meter hohe Kirchturm mit oktogonalem Läutehaus und einer Zwiebelkrönung. Die Ausstattung der Kirche – Altäre, Kreuzweg, Kanzel und Deckenausmalung – erfolgte ab 1915 ebenfalls im neobarocken Stil. Der Hochaltar wurde von Johann Huber aus München geschaffen, das Altarbild „Geburt des Heilandes“ stammt von Gebhard Fugel. Ein neuer Volksaltar wurde im Rahmen der Gesamtrenovierung von Bildhauer Hans Wurmer gestaltet und von Bischof Franz Xaver Eder am 10. April 1994 geweiht.

Wallfahrtskirche Maria Schutz Bad Griesbach

Seit dem 17. Jahrhundert hat es auf dem Kronberg mehrere Kapellen gegeben, zumeist schlichte Bauten aus Holz. Der jetzige Bau wurde im Jahr 1847 begonnen und am 1. Mai 1852 feierlich eingeweiht. Im Geist der Zeit wurde eine neogotische Kirche mit einheitlicher äußerer Erscheinung und Innenausstattung geschaffen. Im Laufe der Zeit wurde bei verschiedenen Renovierungen die Kirche z.T. erheblich verändert, vor allem nach dem Einsturz des ursprünglichen Gewölbes 1966, bei dem auch das gestiftete Altarbild verloren ging. Von 1983 bis 1985 wurde die letzte große Maßnahme durchgeführt. Das Innere der Saalkirche ist geprägt von einem harmonischen Netzrippengewölbe und einer zarten Ausmalung mit Rosen und Lilien. Die helle, leichte Stimmung der Kirche wird auch durch die Glasgemälde in den Chorfenstern bestimmt. An den Wänden des Langhauses befinden sich zahlreiche Votivtafeln dankbarer Wallfahrer.

Emmauskirche Bad Griesbach

Eine christliche Kirche für evangelisch Lutherische und Katholiken, das ist einmalig im deutschsprachigen Raum. Besuchen Sie den gelungenen Sakralbau, in dem man sich geborgen fühlt. Einmalig ist die architektonische Gestaltung, die Freiherr von Branca und Norbert Liebeck entworfen haben: Der in einem Halbkreis angelegte Kirchenraum wird von einem offenen „spanischen“ Glockenstuhl gekrönt. Neben dem Kreuzweg mit Bronzefiguren von Prof. Waldemar Otto, einem Apsisgemälde des Nürnberger Malers Oskar Koller und einem sprudelnden Kaskaden-Stein am Kircheneingang sind es vor allem die evangelische Vater-Unser-Kapelle und die katholische Sakramentskapelle mit einer Bronzefigur des Heiligen Bruder Konrads, die das Emmauszentrum so besonders machen. Beeindruckend ist aber auch das kulturelle Programm: Von Führungen, Gesprächen, Meditationen, Lesungen und Vorträgen des ökumenischen Kurseelsorgeteams über Gottesdienste mit hochkarätiger musikalischer Umrahmung bis hin zu Konzerten mit internationalen Stars.

Friedhofskirche St. Michael Bad Griesbach

Die Kirche St. Michael liegt im oberen alten Friedhof zwischen Stadtplatz und dem Schloss. Sie ist eine lichte spätgotische Kirche mit einem Schiff von drei Jochen und dem Chor mit zwei Jochen und 3/8 Schluss. Ab etwa kurz vor 1000 kann man auf Gries­bachs Höhen­la­ge eine Burg anneh­men, die 1075 erst­mals urkund­lich erwähnt wird. Zu die­ser gehör­te eine Burg­ka­pel­le, die dem Hl. Micha­el geweiht war. Um 1480 wur­de der jet­zi­ge spät­go­ti­sche Zie­gel­bau errich­tet. 1634 wird Gries­bach Pfarr­vi­ka­ri­at, die Erhe­bung zur Pfar­rei war 1805.
1911 wird mit dem Bau der neu­en Pfarr­kir­che ​“Hei­li­ge Fami­lie” begon­nen. Heu­te fin­den in der Regel in der St. Micha­el-Kir­che die Requi­en für unse­re Ver­stor­be­nen statt.

Evangelische Johanneskirche Bad Griesbach

Die Johanneskirche ist eine evangelische Kirche in Bad Griesbach, die auf Grund der vielen evangelischen Heimatvertriebenen errichtet wurde und am 10. Mai 1959 eingeweiht wurde. Flüchtlinge haben die Evangelischen ins Land gebracht. Insgesamt knapp 1000 Heimatvertriebene evangelisch-lutherischer Konfession hatten nach dem Zweiten Weltkrieg Aufnahme gefunden. Was jedoch im erzkatholischen Rottal fehlte, war ein Zentrum zur Religionsausübung der Protestanten, denen die katholische Pfarrei schließlich die Kronbergkapelle zur Verfügung stellte. Obwohl sich die Evangelische Gemeinde unter Maria Schutz - so heißt die Widmung der Wallfahrtskirche am Kronberg - sehr wohlgefühlt hat und heute noch für das dort gewährte Gastrecht dankbar ist, reifte immer mehr der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Karpfham (ca. 5 km)

Unweit von Bad Griesbach befindet sich Karpfham, einer der ältesten Orte des unteren Rottals, der zum ersten Male im Jahr 903 urkundlich erwähnt wird. Mit seiner Pfarrkirche bietet der Ort ein gebietstypisches Beispiel spätgotischer Baukunst. Der in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtete Bau wirkt auf den ersten Anblick schlicht, lediglich der wuchtige Turm aus dem 13. Jahrhundert fällt sofort ins Auge. Der Innenraum beeindruckt den Besucher durch sein gewaltig erscheinendes Ausmaß, woran die besondere Architektur des Gewölbes nicht unwesentlichen Anteil hat. Es handelt sich dabei um ein kunstvoll gefügtes Netzrippengewölbe, was auf einen geschulten Baumeister schließen lässt. Die weitere Einrichtung wie z.B. die Altäre, die Kanzel etc. sind der Neogotik zuzuordnen. Die wohl wertvollste und interessanteste Skulptur, der harfenspielende König David über dem Südportal, stammt aus der Werkstatt des Griesbacher Bildhauers Wenzel Jorhan.

Johanneskirche Weng (ca. 7 km)

Die Johanneskirche in Weng ist ein Anziehungspunkt für Gläubige, die der Biographie Bruder Konrads (Johann Birndorfer) nachspüren, der 1934 heiliggesprochen und um 1977 zum Stadtpatron von Bad Griesbach erhoben wurde. Der von der Landwirtschaft geprägte Ort wurde seelsorglich ursprünglich von Karpfham betreut. 1500 erfolgte die Erhebung zur Expositur und 1807 zur Pfarrei. Sie zählte 1989 930 Katholiken. In der Pfarrei Weng wurde auf dem Venushof im Ortsteil Parzham 1818 Konrad von Parzham (Johann Birndorfer) geboren. An der Außenmauer findet man den Eichenlaub umkränzten Grabstein seiner Eltern Bartholomä und Gertraud Birndorfer. Am Eingang zum Kirchhof steht die Schule, die der junge Hansl täglich besuchte, sie zeigt sich heute noch in ihrem damaligen Zustand.

Pfarrkirche St. Valentin Reutern (ca. 6 km)

Die Kirche von Reutern ist Stein gewordenes Zeugnis für die lange Geschichte der Pfarrei: Verschiedene Bau-Epochen haben an ihr markante Spuren hinterlassen und ihr das heutige Aussehen gegeben. Der Turm der Kirche ist das älteste ganz erhaltene Gebäude im Raum Bad Griesbach. Mit seinem Satteldach im romanisch - frühgotischen Übergangsstil wurde er um 1250 erbaut. Der Chor von Reutern ist ein typisches Werk spätgotischer Kirchenbaukunst der Passauer Bauschule um 1450/60. Nicht zuletzt die Gewölbefiguration des "Sechsrautensterns", die Tellersteine an allen Gewölbekreuzungen, die Rundstabeinfassung der inneren Wandpfeiler und die reiche Gliederung des oberen Teils der Chorbögen sind deutliche Kennzeichen dieser "Passauer" Kirchen. Altäre und Kanzel der Reuterner Kirche entstammen dem Barock und Rokkoko des 17./18. Jahrunderts. Die Kanzel steht am Übergang von Kirchenschiff und Presbyterium. Gut zu erkennen sind die vom Chorraum zum Kirchenschiff unterschiedlichen Gewölbeansätze und -ausführungen. Eine Figur des Kirchenpatrons St. Valentin ist um 1490 geschaffen worden.

Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit St. Salvator (ca. 8 km)

Nachdem 1632 das Prämonstratenser Kloster durch Brand zerstört worden war, begann 1633 unter Abt Michael Lantzensperger der italienische Baumeister Bartolomeo Viscardi den Neubau. Das abschüssige Gelände wurde durch riesige Kellergewölbe angepasst. Die Kirche, damals mit einer Kassettendecke, wurde 1644 vollendet, das Kloster einige Jahre später. 1703 brannte die Abtei erneut nieder, wurde aber in den folgenden Jahren wieder aufgebaut. Erst nach der endgültigen Wiederherstellung der Kirche im Jahr 1750 malte Franz Anton Rauscher 1751 die Deckenfresken. Von der Ausstattung vor dem Brand blieben unter anderem der Hochaltar mit dem Altarbild und das dritte Seitenaltarpaar erhalten, die übrige Einrichtung kam im 18. Jahrhundert dazu. Die Wandpfeilerbasilika mit vier Jochen und eingezogenem Chor steht architektonisch am Übergang von der Spätrenaissance zum Frühbarock. Der fein gegliederte Turm an der Westseite des Langhauses wird von einer zierlichen und stark eingeschnürten Zwiebelkuppel bekrönt.

Wallfahrtskirche St. Wolfgang (ca. 8 km)

Die Wallfahrtskirche zeigt im Inneren spätgotischen Charakter, auf das Barock hingegen verweisen die Gewölbe im Chor sowie die vergrößerten Fenster. Die originale Bemalung der Gewölberippen wurde freigelegt, wobei im Chor spätgotische Fresken zum Vorschein kamen. Im spätbarocken Hochaltar sind zwei Statuen von Wenzel Jorhan aus Griesbach aus den Jahren um 1738. Die linke Figur stellt den Kaiser Sigismund dar, die rechte den hl. Quirin. Beachtung sollte man der spätgotischen Marienfigur mit Kind schenken. Ihr Schöpfer ist wahrscheinlich dem Passauer Bildhauerkreis zuzuordnen. Die Kirche verwahrt Reliquien des Bruders Konrad, der hier im Jahre 1818 getauft worden ist, täglich ministrierte und betete. Auf der Höhe von Buchet, die später nach einer Rodung "Neue Welt" genannt wurde, hat man einen Ausblick auf das ganze untere Rottal.

Kloster Asbach (ca. 10 km)

Das Kloster Asbach ist ein ehemaliges Benediktinerkloster im Ortsteil Asbach des Marktes Rotthalmünster in Bayern in der Diözese Passau. Asbach liegt mitten im Bäderdreieck, dem Klosterwinkel und liegt am Pilgerweg Via Nova. Das St. Matthäus geweihte Kloster wurde vor 1091 durch Christina, die Witwe des Grafen Gerold von Frauenstein und Ering gegründet. Ihre Stiftung fiel 1127 Bischof Otto von Bamberg zu, der das Kloster einweihte. Erster Abt war Friedrich von Sigenheim. Die Klosterkirche: Sie entstand 1771 bis 1780 im Stil des Frühklassizismus unter Abt Rupert II. Viola (1775-1787) nach Plänen von François de Cuvilliés dem Jüngeren. Die äußerlich schlichte Wandpfeilerkirche hat eine bedeutende Einrichtung. Die zweigeschossigen Gebäude gruppieren sich um zwei Höfe. Die Bauten des Osthofes führte um 1680 Domenico Christoforo Zuccalli auf, die des Westhofes entstanden zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Die Fensterrahmungen stuckierte Johann Baptist Modler.

Das Museum Kloster Asbach, ein Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums, ist momentan wegen Renovierung geschlossen.

Wallfahrtskirche Grongören (ca. 10 km)

Grongörgen gehört zu den qualitätsvollsten und am besten erhalten Landkirchen der Spätgotik im Rottal. Besonders die wertvollen original-gotischen Glasfenster vermitteln einen Eindruck von der ursprünglichen Stimmung des Gotteshauses. Die reiche Figuration des spätgotischen Rippennetzes ist sowohl im Chor wie auch im Schiff in ihrer ursprünglichen Form und Farbe erhalten geblieben. Auch bemerkenswerte Fresken im Inneren der Kirche sind erhalten: im Scheitel des Chorbogens der Erlösertod Christi mit Maria und dem Lieblingsjünger Johannes unter dem Kreuz. Über dem Eingang zur Sakristei der Kirchenpatron Papst Gregor der Große mit der Tiara auf dem Haupt und dem Kreuzstab in der Rechten. An der Wand über dem Nordportal eine barocke Kreuzigungsgruppe (früher in der Turmkapelle des Turmes), eine in dieser Gegend sonst nicht übliche Darstellung. Ein wunderbares Werk ist die historische kleine Orgel mit einer seltenen Pfeifenart, die von Kennern bewundert wird.

Wehrkirche Hl. Dreifaltigkeit Kößlarn (ca. 14 km)

Der typisch niederbayerische Marktflecken ist eingebettet in das landschaftlich reizvolle Hügelland zwischen Rott und Inn und liegt mitten im Bäderdreieck. Die einzige vollständig erhaltene Wehrkirche Süddeutschlands befindet sich in Kößlarn im Süden des Passauer Landes – die heutige Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit. Die Kirchenburg ist im 15. Jahrhundert entstanden und zählte im Mittelalter zu den bedeutendsten marianischen Wallfahrten Ostbayerns. Mittelpunkt des Kirchenraumes bildet der prunkvolle Hochaltar. Die Kirche beherbergt die bekannte Silbermadonna des Passauer Goldschmiedemeisters Balthasar Waltensperger; zu den Beständen gehört außerdem ein spätgotischer Palmesel, der bei der großen Prozession am Palmsonntag mitgeführt wird. In den verwinkelten Räumen der Wehranlage kann man manches entdecken: einen alten Palmesel aus dem Jahr 1481, üppiges Kirchensilber, reiche Gaben frommer Pilger und erzählfreudige Krippenwerke – vielfältige Schätze aus sechseinhalb Jahrhunderten. Besonders beliebt ist der Bauernmarkt in der urigen Markthalle mit musikalischer Unterhaltung an der Münchhamer Straße. Der Markt findet jeden Donnerstag von 13.00 – 16.30 statt. (Mitte März – November)

Kirche Maria Himmelfahrt Fürstenzell (ca. 15 km)

Ähnlich wie in Aldersbach erwartet auch in Fürstenzell den Besucher ein stattliches Klosterareal – die ehemalige Zisterzienserabtei, mit der herrlichen von Michael Fischer (1740-45) errichteten Rokoko Kirche. Dieser – auch "Dom des Rottals" bezeichnete Sakralbau besticht mit seinem mächtigen Kirchenschiff und der erlesenen Architektur seiner zwei Türme. Verstärkt wird der barocke Eindruck durch die weitläufige ehemalige Klosteranlage mit ihrer prächtigen Prälatur, der Portenkirche mit ihrem von Heiligenfiguren geschmückten Vorplatz und das den Platz begrenzende Rathaus mit Barockbogen und dem Rokokopavillon Salettl. Hier spürt man noch die Kräfte eines von zisterziensischem Geist und barocker Pracht geprägten Areals, das wir namhaften Künstlern wie Johann Baptist Modler, Johann Jakob Zeiller, Josef Deutschmann, Johann Baptist Straub, Wolfgang Reithmayer und Franz Ignaz Keyl, verdanken. Das gotische Zisterzienserkloster Fürstenzell, 1274 vom Domherrn Hartwig gegründet, wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von Johann Michael Fischer neu geplant. Zur reichen Ausstattung der Kirche leistete Johann Baptist Modler einen wesentlichen Beitrag, als Freskant war der Tiroler Jakob Zeiler tätig. Josef Matthias Götz schuf zwei Seitenaltäre; der Hochaltar ist das früheste noch erhaltene Werk des Bildhauer Johann Baptist Straubs.

Wallfahrtskirche Sammarei (ca. 15 km)

Die Wallfahrtskirche Sammarei wurde aus einer vollständig erhaltenen Holzkapelle aus dem Mittelalter erbaut. Sammarei ist die älteste Holzkirche Deutschlands und die älteste Blockbaukirche Mitteleuropas überhaupt. Bayerisches Assisi oder Deutsches Loreto wird Sammarei gern genannt. Mit ihrem monumentalen "Schnitzaltar, einzigartig in der kirchlichen Ausstattungskunst Süddeutschlands” (Dehio). Über einer vollständig erhaltenen Holzkapelle aus dem Mittelalter erbaut, “der ältesten Holzkirche in Deutschland, der ältesten Blockbaukirche Mitteleuropas überhaupt” (Prof. Ahrens). Nach Altötting ist Sammarei der größte Wallfahrtsort der Diözese. Den einschiffigen Kirchenbau, der aufgrund seiner Strebepfeiler noch stark an die Gotik erinnert, hat der kurfürstliche Maurermeister Isaak Bader d.Ä., der einer Wessobrunner Künstlerfamilie entstammt, von 1629 - 1631 ausgeführt. Beim Betreten der Kirche fällt sofort die imposante Altaranlage aus den Jahren um 1645 auf, die direkt vor den Chorbogen gesetzt, die volle Breite des Chorraumes einnimmt.

Kloster Aldersbach (ca. 25 km)

Das Kloster Aldersbach wurde um das Jahr 1146 durch Mönche des oberfränkischen Zisterzienserklosters Ebrach gegründet. Das Kloster Aldersbach ist Spiegel von Glauben, Kunst und Kultur. 1720 entstand der Neubau der Klosterkirche Maria Himmelfahrt, die als die schönste Marienkirche Bayerns gilt. Die Innenraumgestaltung übernahmen die Gebrüder Asam, der Maler Cosmas Damian und der Stuckateur Egid Quirin. Besonders sehenswert und berühmt ist das Fresko im Mittelschiff der Kirche, das die Weihnachtsgeschichte darstellt. Der erhaltene ausgedehnte Klosterkomplex stammt aus der Zeit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. 1760 erfolgte der Bau der Klosterbibliothek, die in künstlerischer und vor allem wissenschaftlicher Hinsicht in Bayern unerreicht war. Der Bibliotheksaal im Südflügel erhebt sich über dem im Erdgeschoss liegenden Refektorium über beide Obergeschosse. Ausgemalt wurde die Bibliothek 1760 von Mathias Günther. Das großformatige Fresko des Spiegelgewölbes zählt zu seinen Hauptwerken. Es thematisiert in einer scheinarchitektonischen Anlage das Bündnis von Religion und Wissenschaft.

Die Klosterkirche ist wegen Renovierung momentan geschlossen.

Dom St. Stephan Passau (ca. 30 km)

Der Dom St. Stephan zu Passau entstand 1407-1530 an der Stelle von noch älteren Kirchenbauten, die alle restlos verschwunden sind. Belegt ist eine Kirche in der spätantiken Stadt Batavis bereits im Jahre 450 n. Chr. Die Bischofskirche, die seit dem Jahr 739 als Kathedrale der Diözese genutzt wird, wurde im Jahr 730 erstmals urkundlich erwähnt. Der Stephansdom in Passau gilt als der größte barocke Kircheninnenraum nördlich der Alpen und ist somit die bedeutendste Barockkirche italienischer Prägung in Deutschland. Dies verdankt der Dom dem Können von Meister Giovanni Battista Carlone, der die Innenausstattung und die Altaraufbauten im Stil des italienischen Hochbarocks gestaltete, sowie Carpoforo Tencalla, der sämtliche Fresken kreierte. Darüber hinaus beherbergt der Dom die größte katholische Kirchenorgel der Welt mit insgesamt 17.974 Pfeifen und 233 Registern. Diese gilt ob ihrer Größe und Bauart als technisches Meisterwerk. Erwähnenswert ist die größte Orgelpfeife mit einer Länge von über elf Metern und einem Gewicht von 306 Kilogramm. Beeindruckende Orgelkonzerte vermitteln dem Besucher den vollen Umfang dieses Instruments in einer mächtigen und farbenreichen Chor- und Orgelmusik.

Wallfahrtskirche Maria Hilf (ca. 30 km)

Die Wallfahrtskirche Mariahilf in Passau liegt auf einem Hügel über der Dreiflüssestadt. Zur bekannten Marien Wallfahrtsstätte führt von der Passauer Innstadt aus die Wallfahrtsstiege mit 321 Stufen, oben angelangt erwartet den Besucher ein fantastischer Panoramablick über die Stadt Passau mit dem Dom St. Stephan, Veste Oberhaus und die sehenswerte Altstadt. Die Raumgestaltung im Kircheninneren ist ausgesprochen schlicht, aber dennoch perspektivenreich und dem Wallfahrtsgeschehen angemessen. Das dreijochige Langhaus durchbrechen im Ostjoch die niedrigen Kreuzarme. Dahinter erhebt sich der durch Pilaster und Gurtbogen abgesetzte, halbrund geschlossene Chor. Das Westjoch nimmt eine zweijochige Empore ein. Im Langhaus erfolgt die Wandgliederung durch breite toskanische Pilaster, verbunden durch einen Gebälkstreifen, der auch den Chor umzieht. Eine Erinnerung an eine der großen Zeiten dieser Wallfahrt sind die Votivgaben aus den Türkenkriegen, türkische Waffen, die bei der Befreiung Wiens 1683 in die Hand des kaiserlichen Heeres fielen. Aber auch viele Votivbilder und der aus Stiftungen erwachsene Kirchenschatz zeugen von dem gläubigen Vertrauen, das sich seit vier Jahrhunderten zum Mariahilfberg wendet und beim anrührenden Gnadenbild der Gottesmutter mit dem Kind deren Fürsprache erfleht.

Stift Reichersberg (ca. 30 km)

Als einziges der ehemals zahlreichen Innklöster kann das heute österreichische Kloster Reichersberg auf ein 900 Jahre ununterbrochenes Bestehen zurückblicken. 1084 von Wernher von Reichersberg gegründet, befindet sich das Stift Reichersberg im Besitz der Augustiner Chorherren. "Mit Freude leben“ lautet der Leitsatz des Stiftes Reichersberg. Und tatsächlich macht ein Besuch der barocken Anlage viel Freude – kulturell wie kulinarisch. Nach einem Großbrand im 17. Jahrhundert erhielten die Stiftsgebäude ihre heutige barocke Gestalt. Groß und mächtig thront das Stift Reichersberg über dem Inn. Arkadengänge und zwiebelgekrönte Erker säumen die barocke Anlage, die sich um zwei Höfe gruppiert. Hausherren sind die Augustiner Chorherren, die seit mehr als 900 Jahren hier leben und wirken. Neben ihrer seelsorgerischen Tätigkeit räumen sie auch der Kultur viel Platz ein. Jahr für Jahr lockt der „Reichersberger Sommer“ mit festlichen Gottesdiensten, Ausstellungen, Lesungen, Kabarett und Jazz. Renoviert und zu einem kulturellen Zentrum des Innviertels geworden, präsentiert sich Reichersberg heute in neuem Glanz. Durch die rege Kurs- u. Seminartätigkeit hat sich das Chorherrenstift Reichersberg als religiöses und kulturelles Zentrum weithin einen Namen gemacht.